Kiefer

Informationen zu Kieferbäumen und Kiefer-Arten

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Liefert Holz mit vielfältigem Nutzen: die Kiefer

Liefert Holz mit vielfältigem Nutzen: die KieferKaum ein Baum trägt so viele charakteristische Merkmale wie die Kiefer. Ihre Zeichnung macht ihr Holz zu einem der bekanntesten Hölzer überhaupt und die Form ihrer Samenträger ist ebenso markant wie ihr Duft.

Den höchsten Wiedererkennungswert aber hat das Abbild windgewiegter Bäume vor dem Hintergrund einer Küstenlandschaft. Dabei bilden am Meer wachsende Kiefern nur einen Bruchteil der weltweiten Bestände.

Die Kiefer: ein Baum, der es kühl mag

Die Kiefer: ein Baum, der es kühl magDer Begriff „weltweit“ gilt nur eingeschränkt – denn fast alle Baumarten der Gattung Pinus sind auf der Nordhalbkugel beheimatet. Hier wachsen sie bevorzugt in kälteren Gegenden bzw. kühl-feuchten Gebieten. Typische Kiefern-Standorte sind die Länder der skandinavischen Halbinsel, des Baltikums und Nordamerikas. Varietäten der Bäume kommen aber auch in Ost- und Südostasien, im südlichen Himalaja sowie auf einigen karibischen Inseln vor.

Innerhalb Deutschlands ist die Kiefer unterschiedlich stark verbreitet. Den höchsten Anteil am gesamten Bewuchs verzeichnet Brandenburg, dicht gefolgt von Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern. In diesen Bundesländern nehmen die Bäume mehr als 80 bzw. rund 50 Prozent des gesamten Waldbestandes ein und haben eine entsprechende wirtschaftliche Bedeutung.

Kleine Baumkunde: Allgemeines über Kiefernarten

Kleine Baumkunde: Allgemeines über KiefernartenAls schnellwüchsiger Baum kann eine Kiefer rasch „zulegen“. Die Ernte erfolgt jedoch erst nach 100-120 Jahren. Ist eine besondere Qualität erwünscht, gelegentlich auch noch später. Zu diesem Zeitpunkt haben die Bäume je nach Art eine Höhe von 25-40 m und einen mittleren Durchmesser von 40-60 cm erreicht. Ihre von krummen Ästen gebildete Krone ist auffallend unregelmäßig und verleiht der Kiefer ein charakteristisches Erscheinungsbild.

Im Gegensatz zu Laubbäumen wie Eiche oder Esche bildet sie kein Blattwerk aus, sondern immergrüne Nadeln. Diese stehen in Büscheln von 2-5 Einzel-Exemplaren zusammen und erreichen bei einigen Baumarten bis zu 50 (!) cm Länge. Die in Deutschland beheimateten Varianten tragen jedoch deutlich kürzere Nadeln.

Auch die Größe der Zapfen schwankt innerhalb der einzelnen Kiefernarten sehr stark. Hier sind Maße zwischen 2 und 60 cm möglich. Für gewöhnlich reifen sie im zweiten, selten erst im dritten Jahr und stehen anfangs aufrecht. Später hängen sie am Baum oder werden ganz abgeworfen. Während die Esche ihren Fruchtstand vom Wind forttragen lässt, ist das Flügelhäutchen des Kiefer-Samens zurückgebildet und zu einer Art Dorn verwachsen.

Die Feinde der Kiefer

Die Unterschiede zwischen den einzelnen Baumarten setzen sich in vielen Bereichen fort. Nicht nur in Bezug auf die Länge von Nadeln und Zapfen zeigen sich Abweichungen, sondern auch im Hinblick auf Krankheiten. So siedelt der Weiße Schneeschimmel (Phacidium infestans) bevorzugt auf der Zirbelkiefer; sein schwarzer Verwandter Herpotrichia coulteri ausschließlich auf der Bergkiefer.

Alle Kiefernarten sind vom Befall durch den Rostpilz Cronartium flaccidum bedroht. Er führt zum sogenannten Kienzopf – einer blasenartig aufgeworfenen, rostbraunen Verformung der Rinde. Des Weiteren können Erreger wie Ceratocystis oder Ophiostoma piliferum Bläue verursachen, durch welche sich Kiefernholz verfärbt und die Fähigkeit zur Flüssigkeitsaufnahme verliert. Die Folge sind absterbende Wipfel. Demgegenüber wirken Baumschwamm, Braunporling, Hallimasch oder Krause Glucke an der Basis: Sie verursachen Holz- und Wurzelfäule.

Auch tierische Schädlinge setzen den Kiefern zu. Schmetterlingsarten wie Forleule und Nonne legen ihre Eier auf ihnen ab und nutzen die Bäume als Futter für daraus schlüpfende Larven. Und natürlich tragen Insekten wie Kiefernspanner, Kiefernschwärmer und Kiefernspinner ihre Namen nicht umsonst. Sie bevorzugen den Nadelbaum ebenfalls als Futterquelle und können im Extremfall sogar ganze Wälder „lahmlegen“.

Harzreiches Kiefernholz – ein Segen für den Baum

Doch die Kiefer ist eine Meisterin in Selbstverteidigung. Ihre Nadeln, ihre Rinde und ihr Holz enthalten sehr viel Harz. Es dient dem Baum sowohl zur Abwehr von Fressfeinden als auch zur Wundheilung. Während es die Mäuler der gefräßigen Tiere regelrecht verklebt, versiegelt es Schnitte oder Risse wie Sprühpflaster. Über die gesamte Länge des Stammes ist die Harz-Konzentration besonders hoch, so dass Kiefern sogar vor dem allseits gefürchteten Borkenkäfer geschützt sind.

Gegen den Befall von Pilzen aber ist selbst harzreiches Kiefernholz machtlos. Hier helfen nur forstwirtschaftliche Maßnahmen. Beobachtungen haben bestätigt, dass die Wahrscheinlichkeit einer Pilzbesiedlung sinkt, wenn Kiefern in Gesellschaft anderer Baumarten stehen. Einen ähnlich funktionierenden Schutz bieten natürliche Standorte, so dass Monokulturen einmal mehr in die Kritik geraten.

Kiefer als Holz mit markanten Eigenschaften

Kiefer als Holz mit markanten EigenschaftenAber der Bedarf an Kiefernholz ist groß, denn es besitzt eine Reihe hochgeschätzter Eigenschaften. Diese rühren zu großen Teilen von seiner Herkunft bzw. den Wuchsbedingungen her. So bedingen extreme Temperaturunterschiede und starke Winde, dass das Holz der Kiefer besonders zäh und langlebig ist. Es weist eine hohe Biegefestigkeit, Tragfähigkeit und Elastizität auf.

Für die Verarbeitung eignen sich nahezu alle Trenn- und Verbindungstechniken. Kiefernholz kann sowohl mechanisch als auch manuell bearbeitet werden und lässt sich ebenso gut sägen, fräsen und messern wie leimen, schrauben und nageln. Beim Auftrag von Farbe, Lack, Lasur oder Beize darf sogar richtig „geklotzt“ werden: Da das Holz sehr aufnahmefähig ist, eignen sich Schwämme oder Lappen deutlich besser als Pinsel.

Nicht zuletzt überzeugt die Kiefer auch optisch. Als sogenannter Kernholzbaum weist sie deutliche Unterschiede zwischen der außen- und der innenliegenden Schicht auf. Das helle Splintholz schimmert gelblich-weiß und macht etwa zwei Drittel des Stammes aus. Der Kern ist gelblich-rot und nimmt im Laufe der Zeit eine rot-braune Tönung an. Bei einigen Kiefernarten zeigt das Holz zudem ausgeprägt gelbe oder rote Nuancen.

Die Jahresringe sind deutlich sichtbar und belaufen sich auf etwa drei Millimeter. Je nach Standort des Baumes können sie jedoch auch deutlich schmaler oder breiter sein und Maße zwischen einem und zehn Millimetern aufweisen. Klar erkennbare Harzkanäle sowie zahlreiche Astlöcher und Unregelmäßigkeiten verleihen Kiefernholz seine bekannte Textur.

Das markanteste Merkmal aber ist der Duft, den ein frisch geschlagener Baum verströmt. Er hält über längere Zeit an und ist auch dann noch wahrnehmbar, wenn die Kiefer in Bretter geschnitten oder auf sonstige Weise weiterverarbeitet worden ist.

Kiefernwald

Die Verwendung von Kiefern …

Die Einsatzmöglichkeiten von Kiefernholz und weiteren Bestandteilen der Kiefer sind vielfältig. Über die frühere Nutzung als Brennmaterial und Leuchtmittel reichen sie weit hinaus, sind für diese Bereiche aber auch heute noch von Bedeutung.

… als Brennholz

Ihren überdurchschnittlich hohen Brennwert von 1.700 KWh pro Raummeter bzw. 4,4 KWh pro kg erzielt Kiefer in Form von

  • Scheitholz,
  • Hackschnitzeln,
  • Holz-Pellets und -Briketts.

Abbau- und Produktionsreste von Kiefernholz werden zudem in Heiz- und Heizkraftwerken genutzt.

… als Ausgangsstoff der Papierherstellung

Eine weitere zentrale Rolle spielt Kiefernholz bei der Herstellung von Papier und Zellstoff. Seine Fasern sind deutlich länger als die von Laubbäumen, verfilzen dadurch leichter und verleihen den daraus gewonnenen Produkten eine höhere Festigkeit.

… als Ingredienz von Pflege- und Kosmetik-Produkten

Eine sehr bekannte Verwendung finden Kiefernnadeln als Zusatz in Fuß- und Erkältungsbädern. Für ihre Herstellung werden die ätherischen Öle genutzt.

… als Bau- und Konstruktionsholz

Im Innenbereich bildet das Holz der Bäume einen begehrten, belastbaren und langlebigen Rohstoff für

  • Dachstühle,
  • Wand- und Decken-Skelette,
  • Wand- und Decken-Verkleidungen,
  • Fensterrahmen und -läden sowie
  • Türen und Tore.

Außerdem dient Kiefernholz mit seiner bekannten Struktur natürlich als Baumaterial für Möbel wie Bettgestelle, Kleiderschränke, Schreibtische, Esszimmer-Einrichtungen usw.

… im Landschaftsbau

Als Holz für den Außenbereich wird Kiefer oft imprägniert oder anderweitig witterungsbeständig gemacht. Anderenfalls droht die Gefahr von Bläue oder Pilzbefall, der erheblichen Einfluss auf die Tragfähigkeit und Beständigkeit haben kann. Nach entsprechender Behandlung dient das Holz als Material für

  • Spielgeräte,
  • Zäune,
  • Pergolen,
  • Laubengänge,
  • Terrassen-Beläge

und andere Garten- oder Landschaftsbauten. Des Weiteren kommt Kiefer als Massiv-Rohstoff für

  • Masten,
  • Pfosten und
  • Pfähle

im Hafen- und Bergbau zur Anwendung.

Die Kiefer bei HOLZ-BARAN

In unserem Betrieb verwenden wir Kiefernholz

  • als Bauholz oder für den Innenausbau,
  • für die Fußboden-Gestaltung sowie für den Bau von
  • Treppen und den dazugehörigen Geländern

und vor allem zur Herstellung von

  • Zaunbohlen und –schwarten, frisch oder abgelagert,
  • sowie günstigen Ranger- und Bonanzazäunen.

Auch als Hobeldiele (Rauspund) ist Kiefernholz bei uns erhältlich.

Wir verarbeiten die Bäume in unserem eigenen Sägewerk und lassen die Kiefer in Bretter von passender Größe zerteilen. Anschließend bereiten wir das geschnittene Holz so vor, dass seine positiven Eigenschaften über lange Zeit erhalten bleiben. Das Holz für den Innenausbau und Tischlerarbeiten wird in einer Trocknungskammer getrocknet, bevor es verarbeitet wird.

Für den Einsatz in geschlossenen Räumen bieten wir Ihnen fünf verschiedene Kollektionen zur Auswahl an. Informationen dazu erhalten Sie auf Wunsch von unseren geschulten Mitarbeitern. Sie sind wochentags jeweils zwischen 7:00 und 16:30 Uhr telefonisch erreichbar.